HINWEISE ZUR ZAHNBEHANDLUNG IN ZEITEN DER CORONA-EPIDEMIE 

Sehr geehrte/r Patient/innen,

 

es liegen nun schon einige Wochen mit neuen Abstandsgeboten, ausgeweiteter häuslicher Hygiene und Maskenpflicht hinter uns und wir werden alle gemeinsam einen Weg finden müssen, damit zu leben, bis ein Impfstoff oder andere wirksame Medikamente gefunden sind, diese Infektion therapierbar zu machen.

Es gab und gibt verschiedene, teilweise sich widersprechende Empfehlungen, wie man sich am besten verhält.
Soll man nun zum Arzt gehen oder nicht, oder erst, wenn es wirklich dringend ist?

Viele Menschen sind verunsichert und wissen nicht, wie sie sich entscheiden sollen. Auch treibt Menschen die Sorge um, sich bei gefüllten Wartezimmern nun in einer Praxis anzustecken. Auch muß das ärztliche Personal geschützt werden.

Seit 04.05.2020 gibt es neue behördliche Regelungen für die individuellen Bewegungsspielräume. Vieles kann nun wieder stattfinden. Unsere Praxis hat alle aktuellen behördlichen Anordnungen vollständig umgesetzt. Auch beobachten wir tagesgenau die Entwicklung der epidemiologischen Statistiken und passen unsere Abläufe entsprechend an.

WAS HEIßT DAS NUN KONKRET FÜR ZAHNBEHANDLUNGEN?

Wir haben für Sie grundsätzlich zu den gewohnten Sprechzeiten geöffnet. Abweichungen können sich durch unser adaptiertes Bestellsystem ergeben.
Wenn Sie sich per Telefon, SMS, WhatsApp oder Mail bei uns melden, werden wir für Sie und Ihr Anliegen einen entsprechenden Zeitpunkt finden.
Wir sorgen mit einer Zeittaktung dafür, daß sich nie mehr als 2 Patienten in unserer Praxis zeitgleich aufhalten.
Es steht für Sie Händedesinfektion zur Verfügung.

Nach jeder Behandlung werden die Räume, alle Türklinken und Oberflächen desinfiziert und die Zimmer werden wegen möglicher Aerosole ständig hinterlüftet.
Arbeitsabläufe mit Aerosolaufkommen werden auf ein Minimum reduziert, das heißt beispielsweise auch, daß wir derzeit von Airflowbehandlungen möglichst Abstand nehmen und stattdessen bei Zahnbett-Therapien handinstrumentieren und mit klassischen Polierern und Pasten arbeiten, letztlich der „ Goldstandard“ der professionellen Zahnreinigung.
Wir alle tragen entsprechenden Mundschutz und weitere Schutzkleidung. Masken, sogar mit eigenem Beatmungskreislauf für den entsprechenden Anwendungsbereich, stehen zur Verfügung. Desinfektionsmittel sowohl für Hände als auch für sämtliche Flächen sind im ständigen Einsatz.

Grundsätzlich gilt aber eben auch, daß der Verzicht auf Kontrolluntersuchungen, professionelle Zahnreinigungen oder aber bereits notwendige Füllungs- oder Zahnersatztherapien, wiederum zu Folgeschäden führen können, die dann ihrerseits wiederum, viel aufwendiger therapiert werden müßten. Gemeint sind auch die halbjährlichen Untersuchungen zur Gewährung des höheren Zuschusses der gesetzlichen Krankenkassen (Bonusheft) und die Kontrolluntersuchungen zur Gewährung der verlängerten Garantiefristen bei eingegliedertem Zahnersatz (4 Jahre statt gesetzlich vorgeschriebener 2 Jahre).
Eine verlorene Füllung, die jetzt keine oder nur tolerierbare Beschwerden macht, läßt nach einiger Zeit eine Zahnnerventzündung zu, der Zahn muß dann wurzelkanalbehandelt werden oder kann verloren gehen. Ein Implantat, welches nicht regelmäßig gereinigt und kontrolliert wird, kann an Verankerungslänge verlieren und büßt früher als nötig seine Stütz- und Haltefunktion ein, Zahntaschen lassen andere Keime eindringen usw.

Letztlich ist jede Situation bei jedem Menschen eine spezielle.
Zögern sie nicht, uns anzusprechen. Wir werden, unter Abwägung aller Einflussfaktoren, für jede dieser Konstellationen gemeinsam eine Entscheidung finden.

Sie können Frau Dr. Goldmann auch vorab telefonisch kontaktieren, um Ihre Fragen und Gedanken zu besprechen.
Hinterlassen Sie gegebenenfalls eine Rückrufnummer und ein Zeitfenster, wann Sie am besten zu erreichen sind.
Wir rufen Sie in jedem Fall zurück. (030 8819336 oder 01726040524)

Und - nicht vergessen, die Sommerferien stehen vor der Tür - nochmal checken - damit die Ferien echte Ferien werden.

AUCH WICHTIG: Bitte sehen Sie zu Ihrem und unserem Schutz von Spontanbesuchen ohne vorherigen Telefonkontakt ab. Bitte informieren Sie uns vorab, wenn sie sich krank fühlen oder erkältet sind. Im Zweifel verschieben wir auch einen schon abgesprochenen Termin noch einmal.

Wenn wir alle aufeinander achten, werden wir auch diese schwierige Zeit meistern!
Bleiben Sie gesund und vergessen Sie nicht zu lachen, so oft es nur geht!


Ihr Praxisteam 

Zahnärztekammer Berlin widerspricht WHO-Empfehlung
Zahnarztbesuche weiterhin sicher

Berlin, 13.08.2020 – Die aktuell in der Presse veröffentlichte WHO-Empfehlung, von nicht dringenden Zahnbehandlungen abzusehen, um „einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen“, bis die Übertragungsrate von Covid-19 „ausreichend“ gesunken sei, trifft nicht für Zahnarztpraxen in Deutschland zu: „Wie die Bundeszahnärztekammer bereits in ihrer Pressemeldung richtig relativiert und differenziert hat, gilt diese Empfehlung nicht für alle Länder“, so Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der Zahnärztekammer Berlin. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Brasilien, den USA oder afrikanischen Staaten sei die Infektionsrate in Deutschland immer noch niedrig. Untersuchungen aus Wuhan (China), Italien, Südkorea und auch aus Deutschland belegen zudem, dass bei korrekter Standard-Schutzausrüstung kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zahnarztpraxen bestehe. „Aufgrund des hohen Hygienestandards in unseren Praxen sind Zahnarztbesuche weiterhin möglich. Zahnarzttermine sollten wegen der Bedeutung der Mundgesundheit für die Allgemeingesundheit unbedingt wahrgenommen und nicht verschoben werden.“ Heegewaldt appelliert an die Patientinnen und Patienten, sich nicht durch diese pauschale, nicht länderspezifische Empfehlung zu Lasten der Mundgesundheit verunsichern zu lassen. „Die Hygienemaßnahmen in unseren Praxen sind jederzeit so, dass Patientinnen und Patienten sowie unser zahnmedizinisches Fachpersonal und wir Zahnärztinnen und Zahnärzte selbst gut geschützt sind. Die strengen Vorgaben für Zahnarztpraxen sind auf hohem Niveau standardisiert und gewährleisten den größtmöglichen Schutz in unseren Praxen“, betont Heegewaldt.

Der Kammerpräsident empfiehlt Patientinnen und Patienten, sich weiterhin mit ihren Fragen direkt an ihre Zahnärztin oder ihren Zahnarzt zu wenden, um gemeinsam eine individuelle Lösung zu finden. Zwingend erforderlich sei dies insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die bereits Symptome wie Husten, Fieber, Atemnot oder Halsschmerzen haben oder positiv auf den Coronavirus getestet wurden. Unter diesen Voraussetzungen sollte der Patient die Praxisräume auch bei einem akuten Notfall nicht betreten und das weitere Vorgehen mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt zuvor persönlich telefonisch besprechen.

Montag                   12:00  - 19:00 Uhr

Dienstag                 12:00  - 19:00 Uhr
Mittwoch                09:00  - 15:00 Uhr
Donnerstag            12
:00  - 19:00 Uhr

Freitag                     09:00  - 15:00 Uhr

zahnarztpraxis

dr. meike goldmann

+49 30 8819336

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